Erneut Preis für HAZ-Projekt "Hannovers Wasserstadt"

Die Volontäre der HAZ erhalten den angesehenen Ludwig-Erhard-Preis für ihre crossmediale Berichterstattung zur Wasserstadt

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NOVEMBER 2017

Erneut sind die Nachwuchskräfte der HAZ-Redaktion für ihre multimediale Berichterstattung über die Entstehung der Wasserstadt in Limmer ausgezeichnet worden. Bei einem Festakt in Berlin haben die jungen Journalisten den mit 5000 Euro dotierten Ludwig-Erhard-Förderpreis für Wirtschaftspublizistik erhalten.


Der Preis wird jährlich verliehen und zeichnet journalistische und wissenschaftliche Veröffentlichungen aus, die zu Erhalt und Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft beitragen. „Das ganze Team der HAZ ist stolz auf die neuerliche Auszeichnung unseres Nachwuchsprojekts. Sie zeigt, dass unsere jungen Journalisten gerade in der lokalen Arbeit neue Wege gehen – und damit Leser wie Fachleute überraschen und begeistern können“, sagt HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt.

Begleiten die Wasserstadt in der Entstehung (von links): Lisa Malecha, Katharina Derlin, Nils Oehlschläger, Linda Tonn, Isabell Rollenhagen und Sabine Gurol.

Im Juli 2016 begannen die Volontäre – teilweise sind sie inzwischen Redakteure – Sabine Gurol, Isabell Rollenhagen, Katharina Derlin, Linda Tonn, Lisa Malecha und Nils Oehlschläger mit der multimedialen Berichterstattung auf dem Blog wasserstadt.haz.de. Mittlerweile haben sie die Arbeit an dem Langzeitprojekt an die nachfolgende Volontärsgeneration mit Julia Polley, Mario Moers, Carina Bahl, Tomma Petersen und Andrea Brack weitergegeben. So wird die HAZ den Bau der Wasserstadt von den ersten Planungen bis zum Bezug der neuen Wohnhäuser über viele Jahre begleitet.

Bei der Preisverleihung lobte Laudator Ulric Papendick, Geschäftsführer der Kölner Journalistenschule, vor allem die Kontinuität: dass die Berichterstattung von Generation zu Generation weitergereicht wird. „Für ein Projekt dieser Dimension sind die zwei Jahre eines Volontariats nicht lang genug“, sagte er und hob hervor, dass „mittlerweile mehr als 40 Beiträge erschienen sind, die ein wirklich spannendes und lebendiges Bild dieses gewaltigen Projekts zeigen“. Es sei bemerkenswert, dass die HAZ die jüngsten Mitarbeiter mit einer so wichtigen Berichterstattung betraue. Das Wasserstadt-Dossier wurde bereits mit dem Medienpreis der Bundesarchitektenkammer ausgezeichnet und landete zudem beim Ernst-Schneider-Preis der Deutschen Industrie- und Handelskammer auf den vordersten Plätzen.


„Das ganze Team der HAZ ist stolz auf die neuerliche Auszeichnung unseres Nachwuchsprojekts“


Seitdem auf dem Wasserstadt-Gelände die Bebauung vorbereitet wird, berichten die Nachwuchskräfte in Videos, 360-Grad-Bildern, mit Blogtexten und auf Zeitungsseiten. Sie führen Gespräche mit Investoren und Bauherren, interviewen die Bürgerinitiative, befragen Experten zu Bodenverunreinigungen und machen auch selbst Tests – etwa als Baggerfahrer auf der Großbaustelle. Aber sie begleiten auch, wie junge Leute aus den umliegenden Stadtteilen die Fläche für ihre Freizeit nutzen und führen Gespräche mit Historikern zur Geschichte der Industrie-Brache.

Die Jury lobte, dass das junge Team den Lesern das komplexe Thema anschaulich nahebringt und dabei viele journalistische Formen nutzt. Der Preis wird von der Ludwig-Erhard-Stiftung vergeben, er ist von dem ehemaligen Bundeswirtschaftsminister und zweiten Bundeskanzler der Republik gestiftet worden. Weitere Preise gingen an den Ressortleiter Wirtschaft der „Süddeutschen Zeitung“, Marc Beise, und Jan Grossarth, Ressortleiter bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, sowie zwei Wissenschaftler vom Allensbach-Institut und von der Uni Bayreuth. Unter anderem hielt FDP-Chef Christian Lindner eine Impulsrede bei der Preisverleihung.

Für die Volontäre der HAZ ist die Arbeit an dem Wasserstadt-Dossier eine Möglichkeit, ein lokalpolitisches Thema eigenverantwortlich und umfassend zu begleiten. Sie lernen die Facetten eines so großen Bauvorhabens kennen, sprechen mit den verschiedenen Parteien und können sich in neuen crossmedialen Erzählformaten ausprobieren – zum Nutzen der HAZ-Leser, die kontinuierlich über die Entstehung eines der größten Baugebiete der Stadt informiert werden.

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