Startschuss fürs neue Gymnasium

1300 Schüler sollen einmal unterrichtet werden. Nun sind zumindest die ersten Fünftklässler ins Gymnasium Limmer eingezogen.

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AUGUST 2016

Am Gymnasium Limmer freuen sich Lehrer, Schulsekretärin und Hausmeister auf die ersten Fünftklässler. Bis die Schule komplett ist, wird es noch etwas dauern. Die Bauarbeiten am sechsstöckigen Gebäude, das ehemals der Universität diente, laufen noch bis zum Sommer 2017. Und bis die fünfzügige Schule von 1360 Schülern besucht wird, dauert es noch bis 2024. So wächst auch das Gymnasium, während auf der benachbarten Conti-Brache neuer Wohnraum ensteht.


Noch wird das ehemalige Gebäude der Leibniz-Universität an der Wunstorfer Straße von Bauarbeitern besiedelt. Doch schon im kommenden Schuljahr sollen im sechsstöckigen Trakt des neuen Gymnasiums Limmer die ersten Schüler unterkommen. Im benachbarten Neubau ist das bereits der Fall: Dort sind Anfang August die ersten 125 Fünftklässler eingezogen.

Kurz vor Ende der Sommerferien wurde zwar an jeder Schule in Hannover das neue Schuljahr vorbereitet. So viel Arbeit und so viel Aufbruchstimmung wie in Limmer gab es aber wohl selten. Eltern haben große Kaffeemaschinen und Gläser vorbeigebracht und spendieren Kuchen, damit es zur Einschulung einen Imbiss geben konnte. „Es ist großartig, dass die Eltern mitdenken und Eigeninitiative zeigen“, freute sich Schulleiterin Wencke Hedderich. Denn bisher kannten Lehrer und Eltern sich nur flüchtig von Infoabend und Anmeldung. Um so dankbarer waren die Schulleiterin und ihre Kollegen für das Engagement. Die elf Lehrer im Alter von 30 bis 45 Jahren hatten zum Start der neuen Schule alle Hände voll zu organisieren.

Die Schulleiterin Wencke Hedderich und ihr Stellvetreter Andreas Nolting stehen stolz vor der fast fertigen Schule und freuen sich auf das erste Jahr am Gymnasium. (Foto: Kutter)

Dem neuen Gymnasium kommt dabei eine besondere Rolle zu: Viele Familien, die künftig in der Wasserstadt leben, werden ihre Kinder an die Wunstorfer Straße zum Unterricht schicken. Daher ist das Interesse an dem Bau der neuen Wohnsiedlung nebenan natürlich auch in der Schule groß. „Ich verfolge die Entwicklungen der Wasserstadt aus persönlichem Interesse in den Medien schon seit einigen Jahren und bin gespannt auf die Realisierung“, sagt Schulleiterin Hedderich. Wie auch die Wasserstadt wird das Gymnasiums in den kommenden Jahren wachsen und stetig mehr Menschen aufnehmen.

Der erste Jahrgang des neuen Gymnasiums ist an seiner Schule angekommen. (Fotos: Kutter)

Mit rund 1360 Schülern soll das fünfzügige Gymnasium im Jahr 2024 komplett sein. „In unserem Leitbild haben wir formuliert, dass wir uns als Gymnasium mit fester Verankerung im öffentlichen Leben des Stadtteils Linden-Limmer verstehen“, sagt Hedderich. „Wir freuen uns auf die Schülerinnen und Schüler, die künftig aus der Wasserstadt Limmer zu uns kommen werden und werden die Entwicklungen aufmerksam verfolgen.“


„Eine Schule aufzubauen, so wie sie uns gefällt, ist eine einmalige Gelegenheit.“


In der provisorischen Aula schraubte Hausmeister Ilhan Yavuzaslan kurz vor der Einschulung der ersten Kinder gut gelaunt rollbare Infotafeln zusammen. Sein Job wird auf Jahre hinaus sehr arbeitsaufwendig bleiben, denn die Umbauten für das Gymnasium laufen voraussichtlich bis Mitte 2017. Als Hausmeister ist er für die Bauarbeiter der erste Ansprechpartner. „Viel Arbeit – das wollte ich ja! Und mich um heranwachsende Menschen kümmern“, sagte Ilhan Yavuzaslan. Für die kommenden Jahre hat der 49-Jährige viele Ideen. „Ich möchte mit dem Sportlehrer Aktionen starten, vielleicht Turniere organisieren.“

Ihren Klassenraum haben Phil Franklin und Antje Weyrich bereits eingerichtet. Gemeinsam leiten sie eine Klasse. Erdkundelehrer Franklin hat die Schulgründung seit Dezember in der Planungsgruppe begleitet. „Eine Schule aufzubauen, so wie sie uns gefällt, ist eine einmalige Gelegenheit.“ Der 35-Jährige plant ein gutes Ganztagsangebot – am Gymnasium Limmer zählen dazu Schreibwerkstatt, Experimente, Geocaching und Hockey.

Noch wird das ehemalige Uni-Gebäude an der Wunstorfer Straße umgebaut, 2017 soll hier schon unterrichtet werden. (Foto: Tim Schaarschmidt).

Schulleiterin Wencke Hedderich und Konrektor Andreas Nolting brüteten noch bis zur letzten Minute vor Schulstart über Zeitplänen und bereiteten Infomaterial vor. „Für uns alle ist diese Schule eine Chance, Neues auszuprobieren“, sagt Nolting. Wencke Hedderich ist glücklich über den Vertrauensvorschuss, den die Eltern den Lehrern geben. „Ich hoffe, dass die Kinder sich bei uns gut aufgehoben fühlen und gerne bei uns zur Schule gehen.“

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