Diese Punkte sind noch strittig

Um die Gestaltung der zukünftigen Wasserstadt gibt es viele Diskussionen - vier Punkte sind besonders strittig.

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JULI 2016

Welche Häuser sollen in den fünf Bauabschnitten entstehen? Wie wird die Wasserstadt an den Verkehr angebunden und welche Menschen sollen auf dem Gelände leben? Viele Fragen sind noch offen – in einigen Punkten herrscht tiefe Uneinigkeit. Ein Überblick.


■ Die Anzahl der Wohnungen: Wie viele Menschen am Ende in der Wasserstadt leben sollen, ist noch immer nicht abschließend geklärt. Der Bezirksrat Linden-Limmer und die Sanierungskommission hatten sich stets für eine Obergrenze von 1200 Wohnungen für maximal 2500 Menschen ausgesprochen, um das Gebiet nicht zu stark zu verdichten. Die Stadt und die rot-grüne Ratsmehrheit wollen jedoch bis zu 1800 Wohnungen auf dem früheren Conti-Gelände zulassen. Zumindest die Pläne für den ersten Bauabschnitt stehen bereits fest: Zunächst soll auf der Halbinsel zwischen Leineabstiegskanal und Stichkanal Linden ein 100 000 Quadratmeter großes Gelände im Osten in Angriff genommen werden. 515 Wohnungen, ein 1400 Quadratmeter großer Lebensmittelmarkt und eine Kita sind geplant.

■ Der soziale Wohnungsbau: Gemäß des städtebaulichen Vertrags muss es in der Wasserstadt 20 Prozent sozial geförderten Wohnraum geben. Die örtlichen Gremien wollen dagegen erreichen, dass die Quote auf 30 Prozent angehoben wird.

Auch seine Gestaltung ist noch umstritten: Das sogenannte Deutsche Eck zwischen Leine-Abstiegskanal und Stichkanal Limmer. (Foto: von Ditfurth)

■ Grünflächen und Radwege: Laut Vertrag muss die Wasserstadt Limmer GmbH rund 1,9 Millionen Euro für die Gestaltung der Grünanlagen im ersten Bauabschnitt zahlen. Im Bebauungsplan ist festgehalten, dass parallel zum Leineabstiegskanal Platz für eine Uferverbindung gelassen werden soll, die zum „schnellen Radweg“ ausgebaut werden kann. Bezirksrat und Kommission sehen einen solchen Radweg kritisch, ebenso wie die Bürgerinitiative (BI) Wasserstadt. Die Gremien beschlossen mehrheitlich, dass stattdessen ein leicht geschwungener, kombinierter Rad- und Fußweg geplant wird.

■ Das Verkehrskonzept: Die Stadt will auf der Wunstorfer Straße auf etwa 300 Metern am Zugang zur Wasserstadt eine Tempo-30-Zone einrichten – obwohl es sich um eine Bundesstraße handelt. Die örtlichen Politiker setzen sich dafür ein, diesen Status aufzuheben und den Durchgangsverkehr über die Carlo-Schmid-Allee umzuleiten. Noch offen ist, ob die Wasserstadt eine Stadtbahnanbindung bekommt; dies soll ein Gutachten klären.

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