So entstand das Projekt

Die Geschichte der Wasserstadt geht bis in die Neunziger Jahre zurück. Eine Chronologie.

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JULI 2016

Die Geschichte der Wasserstadt geht bis in die Neunziger Jahre zurück. Nachdem die Continental-AG die Fabrikgebäude stillgelegt hatte, lagen schnell die Pläne für eine Umnutzung der Brache als Wohnraum auf dem Tisch. Ein erster Bebauungsplan musste  komplett überarbeitet werden. Eine Chronologie.


1999: Continental stellt seinen Betrieb in Limmer vollständig ein. Die Gebäude werden stillgelegt.

2002: Das ehemalige Fabrikgelände wird als Baugebiet ausgewiesen. In dem Architektenwettbewerb „Wasserstadt Limmer“ werden Ideen für die Bebauung des Industrieareals gesammelt.

Entwürfe für die Wasserstadt: Den Wettbewerb gewann das Modell vom Architektenbüro Bahlo, Köhnke, Stosberg und Partner (BKSP). (Fotos: Wilde)

2003: Der städtebauliche Wettbewerb wird entschieden. Auf dem 23 Hektar großen Gelände sollen Wohnhäuser, Geschäfts- und Bürogebäude entstehen. Der Wasserturm des Continental-Werks soll erhalten bleiben. Was mit den denkmalgeschützten Fabrikgebäuden passiert, ist noch offen.

2005: Ein städtebaulicher Rahmenplan für die Wasserstadt Limmer wird erstellt.

2009: Im März beginnen die Abrissarbeiten auf dem Gelände. Einzelne Fabrikgebäude werden gesprengt, der kontaminierte Boden wird abgetragen und neu aufgeschüttet.

Oberbürgermeister Stephan Weil (rechts) und Bauunternehmer Günther Papenburg (links) unterschreiben im Juli 2008 einen Bodensanierungsvertrag für das ehemalige Conti-Gelände. (Foto: Michael Thomas)

2013: Die Wasserstadt Limmer Projektentwicklung GmbH wird als Gemeinschaftsunternehmen der Volksbank BraWo Projekt GmbH und der Günter Papenburg AG gegründet. Bauherr ist der 77-jährige Bauunternehmer Günther Papenburg. Die Wasserstadt Limmer soll in fünf Bauabschnitten realisiert werden. Die Baufelder werden abschnittsweise von Osten nach Westen entwickelt. Dabei soll Wohnraum in unterschiedlichen Preissegmenten angeboten werden.

2013: Der erste Bauabschnitt umfasst rund 80 000 Quadratmeter der rund 230 000 Quadratmeter umfassenden Fläche der Wasserstadt. Die Anzahl von anfänglich 500 bis 650  Wohneinheiten wird auf 2000 nach oben korrigiert.

2013/2014: Der Bezirksrat und die Sanierungskommission lehnen den Bebauungsplan des Planungsbüros Spengler-Wiescholek ab, weil die Bürger nicht beteiligt wurden. Außerdem wird die Bebauung als zu dicht angesehen.

Wie viele Wohnungen in der Wasserstadt entstehen sollen, darüber diskutierte OB Stefan Schostok mit Bürgern im Jahr 2014 in der Aula der Albert-Schweitzer-Schule. (Foto: Petrow)

2015: Spengler-Wiescholek legt einen überarbeiteten Plan für den ersten Bauabschnitt vor. Der erste Bauabschnitt grenzt an die vorhandene Bebauung Limmers an. Insgesamt sollen bis zu 1800 Wohnungen entstehen. Der Bebauungsplan sieht überwiegend viergeschossige Gebäude mit mehr als 500 Wohnungen sowie einige Reihenhäuser vor. Zudem sind  ein 1400 Quadratmeter großer Lebensmittelmarkt und eine Kita geplant.

2016/2017: Wenn es im Planverfahren keine unüberwindbaren Einsprüche gibt, könnte Ende 2016 die Erschließung des Geländes beginnen – und 2017 der Wohnungsbau starten. Einige Punkte sind allerdings noch strittig.

Die Bewohner

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Das Projekt

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Das Umfeld

Ein modernes Wohnquartier – direkt neben dem idyllischen Limmer. Während die einen begeistert sind, sind andere in Sorge. Hier finden Sie alle Artikel zum Thema.

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