Erstes altes Conti-Gebäude wird abgerissen

Die Stadt hat den Abriss genehmigt: Noch vor Weihnachten will Wasserstadt-Investor Günter Papenburg eines der alten Conti-Gebäude abreißen lassen

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DEZEMBER 2018

Investor Günter Papenburg will noch vor Weihnachten mit dem Abriss des ersten Conti-Gebäude auf dem Areal der Wasserstadt in Limmer beginnen. Derweil fordert die Bürgerinitiative neue Untersuchungen für die denkmalgeschützten Gebäude.

Die Stadt hat den Abrissantrag für das nicht denkmalgeschützte Gebäude auf dem Gelände der Wasserstadt genehmigt. Die Unterlagen lägen vollständig vor, ein Abriss könne erfolgen, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung an den Bezirksrat Linden-Limmer. Investor Günter Papenburg kündigt an, noch vor Weihnachten mit dem Abriss beginnen zu wollen.

Die Bürgerinitiative fordert ein neues Gutachten, um die Conti-Ruinen vielleicht doch noch zu erhalten.

Derweil fordert die Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer (BI) eine erneute Untersuchung der denkmalgeschützten Conti-Altgebäude. Ihre Hoffnungen für einen Erhalt begründet die BI mit einem Gutachten aus diesem Jahr, das klären sollte, ob eine Sanierung der Gebäude mit einer sogenannten Haus-in-Haus-Methode möglich ist. Bei den Proben aus Fensterlaibungen wurden keine Nitrosamine nachgewiesen. Die belasteten Innenräume wurden jedoch nicht erneut untersucht.

„Bei einer erneuten Untersuchung wären sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Akzeptanz der potenziellen Bewohner nicht gegeben.“

Aus Sicht von Lukas Ritzka, Büroleiter der Wasserstadt Limmer Projektentwicklungsgesellschaft, sprächen jedoch mehrere Argumente gegen eine erneute Untersuchung. Sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Akzeptanz bei potenziellen Bewohnern wären nicht gegeben, sagt er. Zudem könne kein Gutachter verbindlich bestätigen, dass die Haus-in-Haus-Variante ohne Belastung durch Nitrosamine funktioniere.

Die BI verlangt nun von der Stadt Hannover, eine aktivere Rolle beim Umgang mit den Altgebäuden einzunehmen. Die Stadt setze sich nicht unabhängig mit den Ergebnissen der vorliegenden Gutachten auseinander, heißt es in einer Mitteilung. Auch der Bezirksrat Linden-Limmer will von der Stadt durch Informationen, Anhörungen und eine Einwohnerversammlung zukünftig stärker einbezogen werden.

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