"Bauwatch": Kameras ersetzen Wachdienst auf dem Conti-Gelände

Kameras mit Rundumblick, Scheinwerfer, Lautsprecher und Bewegungsmelder: Auf der Baustelle der Wasserstadt soll jetzt High-Tech für mehr Sicherheit sorgen - und den Wachdienst auf dem Gelände ersetzen.

21.

Januar 2019

Immer wieder betreten Menschen unerlaubt die Conti-Altgebäude, um Graffiti zu hinterlassen oder Fotos in den Ruinen zu machen. Dabei kam es immer wieder zu schweren Unfällen. Jetzt wurden vor Ort zahlreiche Kameras installiert, um das zu verhindern.

Überwachungskameras auf sechs Meter hohen Masten sichern seit einigen Tagen das Wasserstadtgelände. Nötig ist das System mit dem Namen Bauwatch, weil vor allem die alten Conti-Ruinen regelmäßig unerlaubte Besucher anziehen. Dabei kam es immer wieder zu schweren Unfällen.

„Geschützt durch Bauwatch“: Teils gut versteckt, teils ganz offensichtlich sollen Kameras die Baustelle sichern. Foto: Schaarschmidt

„Die neuen Kameras überwachen die Gebäude jetzt rund um die Uhr“, sagt Jörg Jungesblut, der seit Kurzem neben Günter Papenburg und Martin Pietsch ebenfalls Geschäftsführer der Wasserstadt Limmer Projektentwicklungsgesellschaft (WLEG) ist. Mehrere der Masten sind rund um die Altgebäude aufgestellt. Mit einem Radius von rund 60 Metern nehmen sie bis zu 360 Grad, also in alle Richtungen, auf. „An jeder Kamera gibt es außerdem einen Scheinwerfer, Lautsprecher und Bewegungsmelder“, sagt Jungesblut.

„Selbst wenn jemand den Strom kappen würde, nehmen die Kameras noch auf, wer das war.“

Betritt jemand den überwachten Bereich, löst er damit einen Alarm bei der Zentrale des Anbieters in der Nähe von Duisburg aus. Ein Mitarbeiter der Zentrale kann dann über den Lautsprecher den Eindringling auffordern, das Gelände zu verlassen, und im Notfall direkt die Polizei rufen.

Für jede Kamera zahlt die WLEG rund 500 Euro Miete pro Monat. Wie viele Kameras genau auf dem Gelände, teils gut versteckt, verteilt sind, konnte Jungesblut nicht sagen. In jedem Fall liegt die monatliche Miete deutlich unter den 45.000 Euro, die monatlich für den von der Stadt beauftragten Wachdienst angefallen sind. „Das war extrem teuer und auch nicht so furchtbar effizient“, sagt Jungesblut. „Auch, wenn das drei Leute waren – die können ihre Augen ja auch nicht überall haben.“ Die Kameras seien da unbestechlicher und könnten einen größeren Bereich abdecken. Zudem haben sie zusätzliche Akkus. „Selbst wenn jemand den Strom kappen würde, nehmen sie noch auf, wer das war“, sagt Jungesblut.

Von Johanna Stein

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